Beim Freudenstein hat man sich "nach der Mess‘" am Sonntag gern zum Frühschoppen getroffen. Manchmal auch unter der Woche. Die Neuigkeiten im Dorfgeschehen haben die Safferstettener meistens beim Wirt ausgeratscht, wenn sie nach der Arbeit eingekehrt sind. Das Beinandersitzen, das gemeinsame Essen, der Austausch mit den Wirtsleuten war immer ein gesellschaftlicher Höhepunkt.
Den saftigen Schweinsbraten und den Apfelstrudel, die Marmeladen und eingeweckten Früchte hat die Familie Freudenstein mit Produkten aus dem eigenen Bauernhof hergerichtet und im Gasthof serviert. Für Durchreisende oder Geschäftsleute standen sogar ein paar Betten in 3 Pensionszimmern, die damals noch „Fremdenzimmer“ hießen, bereit. Das war so um 1890.
Mit der Entdeckung des wunderbaren Heilwassers in Bad Füssing hat sich so Einiges rundum unser Anwesen getan.
Wir selbst sind behutsam mitgewachsen, haben die Traditionen gewahrt und den architektonischen Charme des Hauses behalten.
Das Thema Gesundheit war uns von Anfang an ein persönliches Anliegen. Neuen Therapieformen, harmonischen Verbindungen von Wellness und klassischer Medizin mit fernöstlichen Heilmethoden haben wir uns besonnen gewidmet und diese Ausgewogenheit im heutigen Mühlbach gefühlvoll realisiert.
Unser weitläufiges Thermal Spa und die modernen Gesundheits- und Wellnessbereiche schmiegen sich in historische Gegebenheiten ein, liebgewonnene Einzelstücke haben ihren berechtigten Platz bei uns.
Gut, die Zimmer sind vielleicht ein bisschen mehr geworden, dem damaligen Wirtshauscharme ist eine vielfältige, leichte Feinschmeckernote mit internationalem Anspruch gewichen.
Aber eines hat sich über sieben Generationen in der Familie weitervererbt:
Die Freudenstein‘sche Gastfreundschaft.
Aufrichtige Herzlichkeit und Wertschätzung für die Natur, respektvoller Umgang mit Zutaten aus der heimischen Gegend, das Gespür für Gastlichkeit und gutes Essen sind bis heute geblieben.
Und was das „länger bleiben“ betrifft:
Der Mühlbach vorm Haus, dem wir unseren heutigen Namen verdanken, ist für ein Entenpärchen zur Heimat geworden.
Ganz ehrlich:
Wir können das gut verstehen.